Blorartikel beitagsbild Jahresrückblick 2025, im Hintergrund Inga Wiegert im Eisfass mit Mütze, lächelnd.

Wie ich 2025 meine innere Balance wiederfand


Mein ehrlicher Jahresrückblick 2025 für mich und alle Mütter, die manchmal denken, sie schaffen es nicht

Zusammenfassung für Muddis ohne Zeit

2025 in Kürze: Vom Tiefpunkt zur Transformation

Business-Krise zu Jahresbeginn: Mitarbeiterin musste gehen, Jobcenter-Antrag, Existenzängste und das Gefühl zu versagen – aber der Moment der Klarheit: „So will ich nicht leben“

Aus der Krise entstand DopamIn Balance: Nach meiner Podcast-Folge über ein Jahr ohne Alkohol (Projekt 365) wurde klar: Viele Mütter kämpfen mit denselben Themen – Alkohol, Handykonsum, Junkfood. Daraus entwickelte sich mein neues Herzensthema

Festanstellung statt Rückschritt: Ich habe einen Job angenommen, um wieder auf die Beine zu kommen. Das Ergebnis: Mehr Ruhe fürs Nervensystem, weniger Dauerstress – und trotzdem knapp 90.000 Euro Umsatz in der Selbstständigkeit

Die Highlights: Familie & Verbindung: Hurricane Festival mit meinen Jungs (unfassbare Momente!), Konfirmation meines Mittleren, unser erster Sommer als Dauercamper an der Ostsee und das Zusammenwachsen als Familie

Was ich gelernt habe: Ich lande wie eine Katze auf den Füßen. Rückschritte sind okay in schwierigen Zeiten. Auch in der größten Scheiße liegen Goldnuggets – wenn wir hinschauen. Und: Aufgeben ist keine Option

Mein Ausblick 2026: Mehr Leichtigkeit, Durchbruch mit Podcast & Blog, finanzieller Frieden und dass DopamIn Balance einen echten Unterschied macht für Mütter und Familien
Die wichtigste Botschaft: Du bist nicht allein. Gib nicht auf. Es lohnt sich dranzubleiben.

2025 war nicht das Jahr, das ich geplant hatte.

Es war irgendwie härter als die Jahre davor. Gleichzeitig war es unglaublich transformierend und auch bereichernd. Und jetzt, wo ich hier sitze und darüber nachdenke, wie mein 2025 war, bin ich sogar dankbar, auch wenn ich es erstmal nicht abwarten konnte, dass dieses „Kackjahr“ endlich vorbei geht.

Wenn du diesen Artikel liest, weil du gerade selbst in einer schwierigen Phase steckst, weil du dich fragst, ob du weitermachen sollst, ob du es schaffst – dann ist dieser Text für dich. Für uns Mütter, die immer alles alleine wuppen müssen. Die weitermachen, auch wenn es wehtut. Und die manchmal denken: Alle anderen kriegen es hin, nur ich nicht.

Kleiner Spoiler: Das stimmt nicht! 2025 hat mir das auf die härteste und gleichzeitig schönste Art gezeigt, und davon mag ich dir heute berichten.


Wenn alles zusammenbricht

Anfang 2025 dachte ich noch, dass das ein ganz entspanntes Jahr werden würde. Wir (ich und meine drei Kinder) hatten uns entschieden, einen Dauercampingplatz an der Ostsee zu beziehen, den wollten wir einrichten, uns dort einen Rückzugsort schaffen. Wohnwagen kaufen, Vorzelt organisieren, ankommen in unserem neuen Refugium.

Links unser Wohnwagen, aus den 80ern, 30 Jahre alt, die alte Lady.
Rechts die Meerjungfrau, am Strandaufgang zur Ostsee auf unserem Campingplatz.

Ich dachte auch ganz blauäugig, dass mein Business einfach so weiterlaufen würde wie bisher. Ich habe viele Jahre als Schlafcoach für Babys und Kleinkinder gearbeitet und mit der Babyschlafakademie, jetzt Sleepmaster Academy andere Schlafcoaches erfolgreich ausgebildet. Ich habe so die für mich echt emotional schwierigste Zeit meines Lebens, die Trennung vom Vater meiner Kinder und die Corona Zeit sehr gut überstanden, es lief halt einfach. Ich brauchte mir um Geld, um die reinen Basics unserer Existenz keine Sorgen machen. Wofür ich wirklich verdammt dankbar bin. Aber so lief es eben nicht unendlich weiter. Stattdessen wurde ich im Jahr 2025 knallhart mit der Realität konfrontiert.

Das Business lief nicht mehr so easypeasy. Es lief sogar richtig mies. Und irgendwann musste ich der Wahrheit ins Auge sehen: Ich konnte meine Mitarbeiterin nicht länger halten. Ich musste ihr kündigen. Ich musste für ein paar Monate sogar beim Jobcenter um Unterstützung bitten.

Ich fühlte mich wie eine Versagerin. Minderwertig. Ich dachte: Alle anderen können es besser, nur ich kriege es nicht hin. Ich verdiene es nicht, dass es bei mir läuft. Ich bin nicht gut genug. All meine Glaubenssätze, an denen ich seit Jahren in meiner Therapie arbeite, kamen wieder hoch. Ich bin nicht gut genug. Ich bin nicht liebenswert. Ich krieg es einfach nicht hin.

Richtig verrückt wurde es dann, als mir beim Jobcenter signalisiert wurde, dass ich wahrscheinlich alles zurückzahlen muss. Weil ich zu viel für Unterstützung verdiene, aber leider zu wenig für unser Leben.

Das war ein Moment, der mich an unsere Katzen erinnert hat.

Unsere Katzen – fallen immer auf die Pfoten. So wie ich!

Die landen ja immer auf den Pfoten – und mir wurde klar: das will ich auch!

Beziehungsweise wurde mir klar, was ich NICHT will, nämlich von pseudo Unterstützung leben müssen, mich klein machen, um Geld betteln, das ich dann doch nicht bekomme. Hast du schonmal beim Jobcenter Geld beantragt? Dann weißt du, wie viel Arbeit das ist! Und wenn du es noch nicht musstest: super! Da freu ich mich sehr für dich. Du kannst dir aber vielleicht trotzdem vorstellen, in der Bürokratierepublik Deutschland, wie aufwendig sowas wohl sein kann.

Ich hatte also einen Moment der Klarheit, in dem ich eine Entscheidung getroffen habe: So will ich nicht leben. Ich will nicht betteln müssen. Nicht auf Unterstützung angewiesen sein müssen. Das geht auch anders – das hatte ich ja auch ein paar Jahre lang schon erfahren dürfen.

Jetzt musste ich nur den neuen Weg für mich finden. Das Gute ist, dass ich weiß, wie ich mich selbst motivieren kann. Vielleicht eine meiner Superkräfte: nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern mutig immer weiterzugehen. Schritt für Schritt, einfach weitermachen. Vertrauen ins Leben zu haben, mich dem Fluss des Lebens auch ein Stück weit hinzugeben.
Das gelingt mir ehrlich gesagt nicht immer, aber das Leben ist ja auch lebenslanges Learning. Eine Herausforderung, der ich mich immer wieder sehr bewusst stelle.


Was mich durchhalten ließ

Das vergangene Jahr hatte eine ganze Menge dunkler Momente für mich. Wenn ich darüber nachdenke, war es wohl der Glaube an mich selbst, der mich durchhalten lassen hat. Oder um es ein bisschen pathetischer zu sagen: der mich gerettet hat. Ich bin mir ziemlich bewusst darüber, was ich falsch gemacht hatte. Und zu wissen, dass ich wie eine Katze auf den Füßen lande hat mir immer wieder Kraft und Zuversicht gegeben. Trotzdem war es auch eine verdammt bittere Zeit.

Ich blicke sehr demütig auf das die Zeit zurück, und voller Dankbarkeit für meine Familie. Meine Eltern haben mir unglaublich viel Kraft gegeben, sie waren in den ganz harten Momenten mein Fels in der Brandung. Ihre unermüdliche Unterstützung, ihre Zuversicht und vor allem ihre stete Haltung von „gemeinsam schaffen wir das“.
Die beiden sind verdammt großes Vorbild für mich, und gleichzeitig Inspiration und Antrieb, denn das, was die beiden für mich sind, das möchte ich auch für meine Kinder sein.

Die neben meinen Eltern der zweite Part sind, der mich durchhalten lässt. Meine Kinder sind mein Antrieb für alles, was ich in meinem Leben erreichen, schaffen, umsetzen möchte. Egal ob es das alkoholfreie Leben ist, der bewusste Umgang mit Medien, gesunde Ernährung und einfach achtsames Konsumverhalten in allen Lebensbereichen. Ich gehe diese Wege na klar für mich, weil ich gesund und fit sein möchte und mein Leben klar und authentisch erfahren möchte, nicht mehr benebelt und abgelenkt vom Wesentlichen. Das habe ich viele Jahre gemacht, und retrospektiv betrachtet war das ziemlich großer Mist. Aber eben auch eine Erfahrung, die ich wohl brauchte, um heute hier so zu stehen, wie ich jetzt bin. Auch, wenn ich die Frage nach dem „wer bin ich?“ noch immer nicht vollumfänglich beantworten kann wiess ich jedenfalls, dass ich ein Vorbild für meine Kinder bin, das ich sein möchte. Und das ist schonmal viel Wert!  

Auch meine echten und wahren Freunde waren eine wichtige Säule der Unterstützung in dieser Zeit. Echte Gespräche führen zu können, der Verzweiflung Raum geben, das unaussprechliche Aussprechen – das geht nur, wenn wir zu Menschen eine aufrichtige, authentische du tiefe Verbindung haben, wenn wir gut in Beziehung sind, miteinander. Das habe ich mittlerweile mit ein paar wenigen, die ich dafür aber aus vollem Herzen Freunde nennen kann. Das ist so wertvoll und für mich alles andere als selbstverständlich.

Lagerfeuer. Stockbrot. Musik. Verbundenheit.


Eine sehr wichtige Lektion hab ich in dieser Krise mitgenommen: Dass ich mich absichern muss. Dass ich meine Finanzen auf die Reihe kriegen muss. Für mich, aber vor allem auch für meine Kinder, für unser Leben in Fülle und Erfüllung und Glück


Aus der Krise entstand etwas Neues

Die Monate der Existenzängste, der Gefühls von „Oh mein Gott, wie soll es nur weitergehen?“ haben, wie es so oft in Krisen ist, zu etwas wundervollem, neuen geführt.
Wie heisst es so schön? Das Licht verlässt uns nie, auch wenn wir es manchmal nicht wahrnehmen.

Und weil ich ja Katze bin, und auch immer wieder auf den Pfoten lande, habe ich angefangen, tief in mich reinzuhören und mir die Frage zu stellen, was ich eigentlich wirklich wirklich will. Und wer sich mutig die relevanten Fragen des Lebens stellt, bekommt auch Antworten. Ich habe zumindest welche bekommen.

So hatte ich schon vor 10 Jahren einmal die Idee und den Wunsch, einen eigenen Podcast zu launchen. Ich habe viele Jahre beim Radio gearbeitet, habe Kulturwissenschaften studiert, begleite drei wundervolle Kinder alleine ins Leben und habe dabei unfassbar viele, wertvolle Erfahrungen gemacht. Erfahrungen, die auch anderen helfen können, das habe ich schon lange gespürt. Nur getraut habe ich mich nicht. Hier kommen wieder meine so fest und tiefsitzenden Glaubenssätze ins Spiel. Will das überhaupt jemand hören? Habe ich wirklich was zu sagen? Mach ich mich nicht lächerlich?

Das Gute in Krisenzeiten ist ja, dass sie einem manchmal keine Wahl lassen. Was hatte ich denn zu verlieren? Es musste ja irgendwie weitergehen, auch wenn ein Podcast, der aus reiner Leidenschaft, ohne nennenswerte Reichweite oder einem Werbebudget entsteht im ersten Schritt kein Geld einbringt. Aber er hat eine andere, wichtige Funktion erfüllt: ich habe endlich mal wieder etwas gemacht, das mein Herz hat vor Freude hüpfen lassen. Das hatte ich viel zu lange nicht mehr. Ich habe viele Jahre nur etwas gemacht, von dem ich wusste, dass es Umsatz bringt. Nicht nur, denn ich weiss, wie wichtig die Arbeit als Schlafcoach und Dozentin ist, wie vielen Familien das hilft, und dass ich wirklich richtig gut darin bin, Ursachen für Schlafprobleme zu finden und nachhaltig für Veränderungen zu sorgen. Bei Kindern immer mit dem Kindeswohl an erster Stelle, niemals mit „schreien lassen“ oder anderen starren Methoden, die mehr Schlaftraining sind als bindungs- und bedürfnisorientierte, liebevolle Begleitung der ganzen Familie. Das ist auch alles fein, ich mach das immer noch gerne – aber da sitzt nicht (mehr) meine Leidenschaft. Vielleicht bin ich da rausgewachsen, mit dem älter werden meiner eigenen Kinder. Es ist und bleibt ein mega wichtiges Thema, und wenn ich helfen kann, dann tu ich das immernoch gerne, aber tagtäglich darüber reden, das fühl ich schon länger nicht mehr.  

Also bin ich in mich gegangen, hab allen Mut zusammengenommen und am Tag meines 50. Geburtstags die erste Podcastfolge von „Mensch Muddi – be you. Be free. be sober“ veröffentlicht. Seitdem kommt jeden Sonntag eine neue Folge raus, in der ich über das rede, was mich bewegt, in meinem mittlerweile 50jährigen Leben, als alleinbegleitende Mama von fast drei Teenager Kindern, mit eigenem Business, Job, mittendrin in der Perimenopause und immer wieder erstaunt über das Leben.

Eine der ersten folgen war dann ziemlich augenöffnend für mich. Ich habe über mein Projekt 365 gesprochen.

Was ist das Projekt 365?

Am 4. August 2024 hatte ich mir vorgenommen, erstmal ein Jahr lang keinen Alkohol mehr zu trinken. Ein Jahr später habe ich darüber gesprochen. Über meine Beweggründe, warum ich das gemacht habe, und über all das, was sich dadurch in meinem leben verändert hat.
Hier kannst du dir die Folge anhören.

Die Resonanz war überwältigend. Die Folge ist die bis jetzt meist gehörte, und es ist die Folge, zu der ich am meisten persönlich angesprochen wurde. Viele haben mir von denselben Problemen erzählt. Aber nicht nur mit Alkohol – auch mit Handykonsum, Junkfood, Zucker.

Freund haben mir berichtet, dass diese Folge Ausschlaggebend war für Gespräche mit anderen, dass darüber diskutiert wurde, ich mit meinen Worten anregen konnte, Konsumvergalten zu überdenken, ehrlich anzuschauen, sich mal dessen bewusst zu werden, was wir alle so tagtäglich im Autopiloten in unserem Leben treiben.

Das war ein magischer Moment in meinem letzten Jahr: Ich spürte, dass da Potenzial drin liegt. Da liegt etwas, das größer ist als nur meine persönliche Geschichte.

So entstand die Idee von DopamIn Balance.

Für mich persönlich bedeutet DopamIn Balance erstmal nur Bewusstwerdung. Bewusstsein schaffen. Und dann achtsam werden im Umgang mit den schnell verfügbaren Ablenkungen und den strategischen Dopamin-Kicks, die wir in der heutigen Zeit im Übermaß vor der Nase haben. Immer und überall verfügbar. Schnell. Und vom Dopamin Kick heftiger, doller, mehr als die natürlichen Kicks, die wir eigentlich bräuchten, um unseren Haushalt im Gleichgewicht zu halten und ein wahrhaft glückliches Leben zu führen (hier kannst du mehr darüber lesen).

Vor allem bedeutet DopamIn Balance aber auch: Meinen Kindern ein Vorbild sein zu können. Ihnen zu zeigen, dass Glück, Entspannung, Wahrhaftigkeit nicht im nächsten K(l)ick liegen, sondern dass andere Ressourcen dafür wichtig sind.

Und das ist wirklich ein Highlight aus dem vergangenen Jahr! Meine Kinder feiern das auch. Sie sehen, was ich mache, wieso ich das mache, und profitieren davon. Dessen sind sie sich sogar bewusst – und das ist wahres Gold für mich.

Ich habe also einen Podcast gelauncht. Ich habe dazu angefangen zu bloggen. Und ich habe auch einen Job angenommen, eine Festanstellung, um mir selber mal ein bisschen den Druck zu nehmen aus dem ewigen funktionieren müssen, schaffen müssen, Umsatz machen müssen – um einfach erstmal wieder auf die Beine zu kommen.

Plötzlich stand ich da: Mit einer Festanstellung, mit zwei Business-Zweigen – der Sleepmaster Academy UND der DopamIn Balance. Und einer weiteren Idee, die sich gerade formt. Über die ich aber noch nicht sprechen möchte…

Was ich im letzten Jahr noch mehr über mich gelernt habe (wusste ich schon, wurde aber nochmal klarer). Was ich gut kann, ist: Ideen spinnen.


Die Goldnuggets des letzten Jahres

Bei all den Herausforderungen gab es aber natürlich auch Momente, die mega gut waren.

Das Hurricane Festival mit meinen Jungs. Im letzten Jahr wurde mein Mittlerer konfirmiert, im Jahr davor mein Großer. Meine pädagogisch wertvolle Idee als Geschenk für beide war, dass sie sich eine europäische Hauptstadt aussuchen dürfen, in die ich jeweils mit ihnen reise. Da alle beide super musikbegeistert sind hab ich dann gewagt ihnen vorzuschlagen, scheiss auf pädagogisch korrekt, wenn sie wollen, könnten wir auch statt der Hauptstadtreise zu dritt zum Hurricane Festival fahren. Ein Rock Festival hier bei uns in der Nähe. Ich sage dir – es hat keine 3 Sekunden gedauert und beide sagten. Hurricane!!!
Also sind wir im Juni, am Wochenende der Sommersonnenwende bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein und unfassbar viel Staub auf dem Gelände.

Hurricane 2025.

Mega Wetter, tolle Bands, und Momente der unfassbaren Verbundenheit mit den Jungs über die Musik und über dieses besondere Erlebnis. Man ey, ich durfte deren erstes, großes Festival mit ihnen dort sein und erleben. Das macht mich demütig und unfassbar dankbar!

Ich meine, ich war auf vielen Konzerten und Festivals in meinem Leben – jetzt durfte ich ihnen zeigen, wie man bei den Deftones in die erste Reihe kommt, wir haben gemeinsam Biffy Clyros Biblical mitgesungen, mit Interesse Ikkimel und Zartmann bestaunt, Alligatoah mitten in der Nacht abgefeiert und so viele unvergessliche Momente und wundervolle Erinnerungen geschaffen. Wir hatten Momente der musikalischen Zusammenschweißung, die mich mein ganzes Leben lang begleiten werden. Wir singen noch immer laut zu den Songs der Bands mit, die wir da gesehen haben. Es war DAS Highlight 2025 für mich!

Die Konfirmation meines Mittleren. Ein Tag mit lieben Menschen, mit einem Sohn, der Mann wird, mit leckerem Essen und Freunden und Familie. Auch wenn die Familie durch die Trennung vom Vater der Kinder zum Teil zerbrochen ist – wir haben immer noch einen anderen, wichtigen und nahen Teil. Und vor allem eben auch Freunde, die mittlerweile viel mehr als „nur“ Freunde sind. Sie sind Famili. Das war so wunderbar spürbar an diesem Tag. Dafür bin ich sehr dankbar.

Stolze Muddi mit feschem und frisch konfirmiertem Sohn.

Der Campingplatz. Ja, wir sind jetzt Dauercamper. Nachdem wir viele Jahre immer mal wieder an diesem Wort gestrandet sind, für Tage, manchmal Wochen, manchmal mehrmals in den Ferien hat sich in uns der Wunsch gefestigt, dort eine feste Base haben zu wollen. Einen Wohnwagen, der immer eingerichtet ist, wo das nötigste drin ist, sodass man auch spontan, ohne großartig packen zu müssen für einen Tag, eine Nacht oder ein Wochenende hinfahren kann. Wo man ein Stück zu Hause hat, und eben das Meer direkt vor der Tür. Es hieß zunächst, dass die Warteliste für die Plätze lang sei, dass eh nicht jeder genommen wird, dass man zur „Campingfamilie“ passen müsste… Also hab ich bei einem  Sommerkonzert den Besitzer angesprochen, ihm gesagt, dass wir perfekte Dauercamper für den Platz wären – und zack – bekamen wir bald darauf einen Anruf, dass wir uns aus drei freiwerdenden Plätzen einen aussuchen könnten. Gesagt – getan. Wohnwagen gekauft, Vorzelt organisiert, Platz ein bisschen aufgehübscht und so durften wir im letzten Jahr die erste Saison als Dauercamper an der Ostsee verbringen.      

Trotz nicht so tollem Wetter hatten wir wirklich tolle Tage mit lieben und sehr wertvollen Freunden. Wir haben viele Tage dort verbracht, waren den ganzen Sommer immer mal wieder dort, mal länger, mal kürzer. Die Kids sind ins Windsurfen eingestiegen und haben das lieben gelernt und ich habe gelernt, dass das Glück manchmal nicht im perfekten Wetter liegt, sondern in den Menschen, mit denen wir unsere Zeit verbringen.

Lieblingsgrillplatz im letzen Jahr.

Das Zusammenwachsen als Familie. Ja, ich mache jetzt schon viele Jahre lang alles allein. Ich bin Team selbst und ständig, in meiner Selbstständigkeit (und ja, daran draf sich im kommenden Jahr etwas ändern) und auch in meiner Familie mit den drei Rockern. Aber ich liebe das auch. Vielleicht auch, weil die Kinder mittlerweile in einem Alter sind, dass sie das auch durchaus sehen und anders damit umgehen als noch vor ein paar Jahren. Das ist zwar nicht weniger anstrengend, aber es fühlt sich anders an. Ich habe das Gefühl, vieles richtig zu machen, ich erfahre Wertschätzung, ich sehe, wie sie erwachsen werden, mit coolen Werten, für die sie einstehen. Mit einer Haltung, die ich bewundere, mit Selbstvertrauen und einem Standing, dass ganz natürlich aus ihnen herauskommt. Das ist gut. Irgendwie. Und ich glaube, das hat viel mit mir zu tun, und wie ich sie in ihrer Entwicklung begleite.

Auch hier: Dankbarkeit XXL. Und Demut. Und ein Herz das platzt vor Liebe.

Meine Gang.

Über das Ältern. Die Kinder werden größer, daran sehe ich, dass ich auch immer älter werde. Das Leben zeigt sich mir in seiner Endlichkeit. Sei es, weil plötzlich immer mehr die Freunde meiner Eltern sterben, weil meine Eltern plötzlich, fast über Nacht älter werden, um nicht zu sagen…alt.
Oder weil mein Großer plötzlich und jetzt schon seit fast einem ganzen jahr eine feste Freundin hat, die auch schon fest zur Familie gehört. Das wunderschöne daran kommt gepaart mit melancholischen Momenten, denn auch das zeigt mir, dass diese so wertvolle Zeit mit meinen Kindern endlich ist, genauso wie das gesamte Leben.


Was ich über mich gelernt habe

2025 war ein Lehrmeister für mich. Es hat mir gezeigt, dass ich es auch in aussichtslos erscheinenden Situationen auf die Füße falle, dass ich nicht aufgebe, dass ich den Satz „aufgeben ist keine Option“ vielleicht als nächstes Tattoo in Betracht ziehen könnte. Dass ich die Gabe habe, mich immer weiterzuentwickeln und mich dabei immer wieder neu zu erfinden. Dass ich den Mut habe, Neues zu beginnen, auszuprobieren und mich dem Fluss des Lebens hinzugeben.

Ja, ich habe wohl sowas wie Durchhaltevermögen. Ich raffe mich immer wieder neu auf und kann mich selbst motivieren – auch wenn mir das manchmal auch extrem schwerfällt und mich das manchmal hart ermüdet.

Das habe ich transformieren können, zumindest ein Stück weit und für den Moment. Ich habe Ruhe reinbekommen, in das „selbst und ständig“, in den Hussle als Alleinerziehende mit Business und der ewigen, unterschwelligen Frage in jedem Monat, ob es denn wohl reichen wird. Und das ist mir gelungen durch die Festanstellung. Das entspannt mich und mein Nervensystem sehr. Es zeigt mir gleichzeitig, wie sehr ich die letzten Jahre auf Anspannung gelaufen bin – und wie mega es ist, sich mal kurz ein kleines bisschen zurücklehnen zu können.

Das Wichtigste dabei ist, dass ich den anfänglichen Gedanken von „ich habe versagt“ shiften konnte. Nein, es fühlt sich NICHT wie ein Rückschritt an. Ich habe trotzdem knapp gut fünfstelligen Umsatz mit der Selbstständigkeit gemacht. Das darf ich anerkennen. Und ich darf lernen, das Geld, was reinkommt besser zu halten, zu verteilen – im Sinne von investieren, und ich darf mehr daraus machen.

Im Januar 2025 hätte ich nicht gedacht, dass ich es schaffe, zusätzlich zum Dauerbrenner Thema Schlaf ein neues Thema dazu zu nehmen und jetzt mit einer weiteren, komplett neuen Ausrichtung dazustehen. Mit Blog, mit Podcast aber vor allem mit tiefer Freude!


Was ich dir mit diesem ehrlichen Jahresrückblick sagen möchte

Wenn du gerade in einer ähnlichen Krise steckst wie ich zu Jahresbeginn, dann möchte ich dir sagen: Gib nicht auf! Es lohnt sich, dranzubleiben.

Das Leben geht in Wellen, und wir werden es nicht schaffen, die Wellen anzuhalten. So funktioniert Leben nicht. Leben ist Licht und Schatten, auf und ab, lachen und weinen, Höhen und Tiefen, gewinnen und verlieren – immer und immer wieder.

Die Kunst liegt nicht darin, die Polarität auszuschalten, sondern die Wellen zu surfen. Im Flow zu bleiben, sich hinzugeben und zu wissen, dass jede Krise auch ein Geschenk ist, lediglich in mieser Verpackung.  

Aus 2025 nehme ich also mit, dass auch wenn sich manchmal alles richtig scheiße anfühlt, trotzdem Goldnuggets in allem sind.

Wichtig ist, dass wir uns vor Augen halten, dass nie alles scheiße ist. Unser Gehirn mag es, sich auf das miese, das schlechte, auf das zu konzentrieren, was doof war und wa snciht geklappt hat. Das nimmer so viel Raum ein und überdeckt die guten Momente. Dabei (und da bin ich mir sicher!) gibt es immer auch gute Momente. Momente der Freude, des Lachens, der Verbundenheit und des Lebensgenusses. An die dürfen wir uns nur bewusst und aufmerksam erinnern, vielleicht mit Hilfe unserer Fotogalerie oder unseres Kalenders – denn nur „aus dem Kopf“ klappt das leider nicht.


Mein Ausblick auf 2026

Wenn ich mein Jahr 2025 Revue passieren lasse und mir einen Moment nehme in mich hineinzuspüren und zu fühlen, was ich daraus mitnehme für 2026 ist da ein großer Wunsch nach mehr Leichtigkeit. Dass meine Ideen, Visionen und Wünsche Realität werden. Dass all die Samen, die ich gelegt habe, auch mal nachhaltig Früchte tragen.

Ich wünsche mir, dass das gute Verhältnis zu meinen Kindern bestehen bleibt. Dass wir weiter das gute Team bleiben, das wir auch jetzt schon sind. Und ich wünsche mir, dass die Verbundenheit zu meiner Familie und meinen Freunden bleibt oder noch tiefer wird.

Ich wünsche mir stetes Wachstum und einen Durchbruch mit dem „Mensch Muddi“ Podcast und mit meinem Blog. Dass ich es schaffe, mit dem Thema DopamIn Balance einen Unterschied in der Welt zu machen – für Mütter, für Familien, für die Kids in den Familien.

Ich wünsche mir, dass die SleepMaster Academy ihren Stellenwert als renommiertes Ausbildungsinstitut mit staatlich geprüften und zertifizierten Ausbildungen ausbaut und viele tolle und mutige Menschen dabei unterstützt, ihr Schlafwissen auszubauen und damit vielen menschen zu mehr Gesundheit, Energie und einem längeren Leben zu verhelfen.

Ich wünsche mir finanzielle Entspanntheit. Geldbildung. Dass wir Gutes tun können mit unserem Geld, spenden, Projekte unterstützen.

Und vielleicht ist das der größte Unterschied zu früher: Ich weiß jetzt, dass ich wie eine Katze auf den Füßen lande. Egal, was kommt. Miau.


Was war dein größtes Learning 2025? Ich freue mich, wenn du es mit mir teilst – in den Kommentaren oder auf Instagram @ingawiegert. Lass uns gemeinsam wachsen.

Inga

p.s. und ein absolutes Highlight aus dem Jahr 2025 hab ich total vergessen (genau das macht das Gehirn nämlich – es blendet Sachen einafch aus, auch wenn sie mega mega toll waren. Aber die Grundstimmung in mir über all dem Guten war halt, bis ich angfefangen habe, diesen Artikel zu schreiben, dass das Jahr riesengroßer Mist war. Tsja. Danke, Jahresrückblick. Das Jahr war NICHT riesengroßer Mist. Es hatte durchaus doofe Aspekte. Aber im Großen und Ganzen war es ein wirklich tolles Jahr).

Also: ein weiteres Highlight war mein 50. Geburtstag! Zum Einen habe ich netschieden, dass das noch lange nicht die Halbzeit meines Lebens ist. Was aber viel wichtiger ist: ich bin sonst nicht so die Geburtstagsfeiermaus. Aber diesen Geburtstag habe ich gefeiert. Und das beste Geschenk waren – wie kann es anders sein – meine Kinder, die anlässlich deisen Geburtstags eine Band ins Leben gerufen haben und als Mommy05 bei uns im Garten die Terasse gerockt haben. In dem Moment habe ich gedacht, besser kann das Leben nicht werden!

Mommy05 – besser geht’s nicht!

Jahresrückblick 2025

12 Gedanken zu „Jahresrückblick 2025

  1. Wow, du kannst echt stolz darauf sein, wie großartig du dieses Jahr die Kurve gekratzt hast und wie gut du es mit deinen Kindern hinkriegst, dass ihr so viel Spaß miteinander haben könnt – das mit der Band, die sie für dich aufgezogen haben, und dann euer gemeinsames Festival-Erlebnis! In so einer Familie wäre ich gerne auch aufgewachsen, das klingt alles so viel freudiger!

    Genau, behalte dir das im nächsten Jahr bei und verlängere die Liste der Leben einer Katze um ein Vielfaches!

    Ich bin auch in diesem Jahr zigmal wieder auferstanden und habe unglaublich viel Neues gelernt, unter anderem, dass ich nicht, wie immer gedacht, die Niete unter den Künstlern in der Familie bin, sondern dass es immer daran liegt, ob die Fehler gesehen werden oder das Positive!

    Ich wünsche dir und deinen Kids ein mega tolles Jahr mit wunderschönen weiteren gemeinsamen Erlebnissen und Erfolg auf der ganzen Linie!

    Manuela

    1. Liebe Manuela,
      danke für deine Worte. Es ist ja immer auch tröstlich zu lesen, dass es einem nicht allein so geht, mit dem Stehaufmännchen. Wobei es wahrscheinlich eher Stehauf-Frauchen heißen müsste – ich glaub wir Frauen und vor allem Muddis sind da nochmal anders von betroffen…

      Alles Liebe zu dir.

  2. Liebe Inga,
    was für ein Jahr hast du da hinter dir! Ich bewundere deine Ehrlichkeit und deinen Mut, neu anzufangen und wünsche dir für 2026 nur das Beste. Es ist nicht immer alles Gold und wir sollten unbedingt auch darüber schreiben, finde ich. Liebe Grüße, Christine

    1. Danke für deine Worte, liebe Christine.
      Ja, vielleicht ist nicht immer alles auf den ersten Blick Gold, aber ich glaube fest daran, dass irgendwo doch auch immer Gold zu finden ist, auch wenn es im ersten Moment eher wie Sch**** aussieht 😉

      Dir auch ein tolles und erfolgreiches neues Jahr! LG

  3. Liebe Inga,
    vielen Dank für Deinen sehr persönlichen und ehrlichen Einblick in Dein 2025. Es ist viel passiert und Du hast es mehr als nur gut gemeistert!
    Wie heißt es so schön: Gibt Dir das Leben Zitronen, mach‘ Limonade daraus. Und ich würde dem noch hinzufügen wollen: setz‘ beizeiten auch einen Partyhut auf, dreh die Musik laut und singe und tanze dazu.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein wundervolles Jahr 2026 mit einer Menge Gründe, die feiernswert sind. Aber bei Deiner Einstellung, als Katze immer wieder auf die Pfoten zu fallen, wird Dir das sicherlich gelingen!
    Liebe Grüße, Kathrin

  4. Liebe Namensvetterin,
    welch bewegender Jahrsrückblick und wie ermutigend, dass es andere Menschen gibt, die Ähnliches durchmachen, wie ich. Auch wenn ich immer schon wusste, dass es aus jedem Loch auch immer wieder einen Ausweg geben wird, setzt dein Rückblick sowie deine Zuversicht dem Ganzen noch eine Schippe drauf. Du machst mir Mut!

    Du hast eine tolle „Band“, für die es sich lohnt, immer wieder aufzustehen und kannst dankbar für so liebevoll unterstützende Eltern sein. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und, dass du nie den Mut verlieren mögest.

    Grüne Grüße
    Inga

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