Titelbild Mensch Muddi Podcast Folge 19 - Adventskalender

Im Transkript „Entspannt im Advent“ mitlesen:

Adventskalender ohne Wahnsinn – Zeit statt Zeug

Einstieg: Zucker, Stress und der Advents-Marathon

Die Sache mit dem Adventskalender, ja. Jedes Jahr immer wieder Süßigkeiten ohne Ende in der Vorweihnachtszeit. Ich meine, wir hatten gerade Halloween, jetzt kommt der Advent mit Weihnachtsfeiern, mit Wintermärkten, mit Adventskaffee, mit Plätzchenbacken, mit Lebkuchen und mit dem Adventskalender, der in der Regel auch voller Zucker ist.

Und zu dem ganzen Süßkram kommt der ganze Stress, vor allem für uns Mütter, die sich darum kümmern, ja. Wir machen uns halt auch selber einen bestimmten Druck, aber der Druck wird auch von außen manchmal ein bisschen aufgebaut, weil wir Adventskalender selber basteln wollen, weil dann auch noch der Wichtel einziehen soll, weil die Deko pünktlich hängen soll zum ersten Advent, der Adventskranz soll da sein.

Und ja, ich möchte in dieser Folge heute dir einmal vorstellen, wie es auch anders gelingen kann. Und ich habe für dich auch ein Geschenk dabei.

Herzlich willkommen bei Mensch, Mutti, dein Podcast für einen sober Lifestyle.

Meine Ausgangslage: 3 Kinder, 15 Jahre Adventskalender-Basteln

Das Thema mit den Adventskalendern. Meine Kinder sind jetzt 16, 14 und 10 Jahre alt. Also seit 16 Jahren ungefähr bastel ich, wie es sich gehört, Adventskalender. Oder seit 15, mein Sohn ist im September geboren, ich glaube im ersten Jahr hatte der noch keinen Adventskalender. Aber dann, also seit 15 Jahren bastel ich Adventskalender, wie es sich gehört, würde ich sagen. oder hätte ich bisher immer so gesagt.

Es ist aber tatsächlich, habe ich über die Jahre und über immer mehr dazukommende Kinder festgestellt, was für ein Höllenaufwand das ist. Und gerade für Jungs, finde ich, das mit zunehmendem Alter nicht gerade leichter wird. Es sei denn, sie sind irgendwie Fitnessaffin oder Fitnessfanatiker. Dann gibt es halt 24 Proteinriegel. Aber wenn man sich irgendwie was Besonderes einfallen lassen möchte, sind 24 Türchen, die gefüllt werden wollen. Schon echt eine ganz schöne Ansage. Das dann mal drei in meinem Fall.

Der Wichtel-Wahnsinn und warum er bei uns “auf Tour” ist

Dann kam irgendwann diese Wichtel-Sache dazu. Also hatte ich dann gleich noch eine Baustelle mehr. Also dann darf man sich auch noch Streiche überlegen und abends, wenn die Kinder im Bett sind und Penn und ich eigentlich auch dringend ins Bett gehört hätte, habe ich also noch mit Mehl Fußspuren im Haus verbreitet. Ich habe Klopapier um Lampen geschlungen. Ich habe Naschi-Papier vor die Wichtel-Haustür gelegt. Dann hat der Wichtel von meinen Kindern kleine Nachrichten und Briefe bekommen. Die mussten dann natürlich auch beantwortet werden.

Und nebenbei, was ja nicht stillsteht, auch nicht in der Vorweihnachtszeit ist, der Job, der Haushalt, das Leben, ja, Naja, sowas ähnliches wie mein eigenes Leben. Also fremdbestimmt, das Gefühl zu haben, ich lebe hier gerade nur noch, um bestimmte Dinge im Außen irgendwie gewuppt zu bekommen.

Und das war mir irgendwann vor ein paar Jahren alles wirklich viel zu viel. Deswegen ist unser Wichtel, der ist Musiker, der hat vor seiner Tür auch ein Keyboard stehen und eine Gitarre. Also der Musiker ist irgendwann auf Tour gegangen, der ist bis jetzt nicht zurückkommen. Also er scheint sehr erfolgreich zu sein. Seine Welttournee ist verlängert, verlängert, verlängert.

Mein neues System: 1 gekaufter Adventskalender pro Kind

Und auch das mit dem Adventskalender, das mache ich jetzt anders. Und zwar so.

Also jedes meiner Kids bekommt einen gekauften Adventskalender. Das ist mal ein Lego-Adventskalender gewesen oder mal ein 3-Frage-Zeichen- oder Exit-Games-Rätsel-Kalender. Auch mal ein Nashi-Kalender. Es gibt ja mittlerweile alles Mögliche. Es gibt ja auch einen Kalender mit Chips zum Beispiel. und die Jungs haben mal einen Kalender bekommen mit so Sachen drin wie Olivenöl, Flohsamenschein, Kokosöl, also alles so Sachen, die gut für den Körper sind, weil die beide halt sehr sportlich unterwegs sind.

Meine Tochter hat auch mal einen bekommen mit so kleinen Fläschchen Duschgel und Cremes und Lippenpflegestiften und solche Sachen.

Also ein Gekaufter, der wird gekauft, der wird hingestellt und fertig. Und das kann einer sein, den sie sich wünschen. Es kann einer sein, den sie sich auch selber aussuchen. Und es kann auch mal eine Überraschung sein.

Also in diesem Jahr zum Beispiel wissen meine Kinder noch nicht, was für einen ich besorgt habe, was für einen ich gekauft habe. Das kann ich hier jetzt auch nicht erzählen. Die hören den Podcast manchmal auch. Und es soll ja in diesem Jahr eine Überraschung für sie sein. Es ist ja noch ein bisschen Zeit bis zum 1. Dezember.

Der eine gebastelte Kalender für alle: Zeit statt Zeug

Also einen gibt’s gekauft. Und dann gibt es einen, einen einzigen gebastelten für alle drei. So mache ich das.

Und dieser Kalender für alle drei, das ist kein Nashi-Adventskalender, sondern es ist ein Zeit-Stadt-Zeug-Adventskalender. Also es ist auch mal ein bisschen Nashi drin. Also ich mache meistens an Nikolaus einen Schokoweihnachtsmann da rein für Sie oder auch an Heiligabend.

Grundsätzlich geht es mir aber bei diesem Kalender für alle darum, dass wir in der Vorweihnachtszeit gemeinsam Zeit als Familie miteinander verbringen.

Beispiele: Was bei uns drin war

Und da kann ich euch mal erzählen, was ich da im letzten Jahr so drin hatte.

Zum Beispiel Eintrittskarten fürs Weihnachtsmärchen. Wir waren Schlittschuhlaufen. Wir waren zweimal, glaube ich, auf dem Weihnachtsmarkt. Wir haben Plätzchen gebacken.

Ich hatte weiße Tassen besorgt mit so Keramikstiften. Das heißt, wir haben uns selber Tassen gestaltet mit Wintermotiven.

Spiele sind da drin, also dass jedes Kind sich einen Tag aussuchen darf, welches Spiel wir gemeinsam miteinander spielen, also Gesellschaftsspiele.

Es ist drin, dass wir zusammen Andor spielen. Ich weiß nicht, ob du Andor kennst. Das ist so ein, ich kenne mich in der Branche nicht so richtig gut aus. Kann sein, dass ich es jetzt nicht richtig sage. Ein Rollenfantasy-Spiel, wo man so, wie heißt es, man muss so Aufgaben gemeinsam bewältigen.

Und es ist ein Spiel, wenn man es ausgepackt hat, dann ist der komplette Esstisch voller Spiel. Und dann kann man auch erstmal nichts anderes mehr am Tisch machen. Und es dauert auch ein bisschen, da so eine Lektion durchzuspielen. Das heißt, es ist immer relativ aufwendig und muss so ein bisschen geplant werden. Also schaue ich auch in unserem Kalender für Dezember, wann passt es, dass wir einmal Andor spielen.

Dann habe ich rein gemacht Kino-Dinner. Also das machen wir ab und zu mal, dass wir gemeinsam zu Abendessen und dabei eine Leinwand aufspannen und dann mit dem Beamer beim Abendessen Kino machen sozusagen. Da haben wir letztes Jahr, glaube ich, den Grinch geguckt.

Ich hatte drin, wir machen einen Winterspaziergang mit Fackeln. Man kann auch reinpacken, das hatte ich jetzt nicht drin, dass man gemeinsam den Weihnachtsbaum kaufen geht. Zum Beispiel Weihnachtsbaum aufstellen kann man reinmachen, Weihnachtsbaum schmücken. Bei uns zum Beispiel findet das schon an Nikolaus statt. Das ist bei uns seit ein paar Jahren der Tag, wo wir schon unseren Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken.

Warum das für uns funktioniert: Planung statt “wenn mal Zeit ist”

Genau, also wir machen oder ich bastel einen Kalender, wo Tütchen dranhängen, viele Kärtchen dranhängen. Und dort ist überwiegend Zeit drin statt Zeugs.

Und finden meine Kinder das gut? Ja, sie feiern das richtig ab. Weil gerade so Sachen, also auch wenn es nur so banale Gesellschaftsspiele sind, ja, auch wenn es nur mal eine Runde Uno ist. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei uns im Alltag ist selbst dafür manchmal keine Zeit.

Und das dann wirklich geplant zu wissen, diese Dinge finden jetzt statt, komme was wolle, weil das unser Adventskalender ist, weil das unsere besondere Zeit im Advent ist, in der Vorweihnachtszeit, dann findet es statt. Und das wird von den Kindern sehr wertgeschätzt und auch genossen.

Mini-Highlight: Lego-Weihnachtsbaum als Kalender-Idee

Und ganz süß fand ich, im letzten Jahr zu Weihnachten haben die Kinder zusammen den Lego-Weihnachtsbaum geschenkt bekommen. Ich weiß nicht, ob ihr den kennt, aber man kann aus Lego eben einen kleinen Weihnachtsbaum zusammenbauen.

Und diesen Weihnachtsbaum haben wir wieder auseinandergebaut, wieder in die Packung getan und weggestellt und gesagt, bis nächstes Jahr.

Und eins meiner Kinder kam tatsächlich in diesem Jahr auf mich zu und hat gesagt, Mann, das wäre doch eine coole Idee für den Adventskalender, dass du in eine Tüte reinmachst, wir bauen den Lego-Weihnachtsbaum wieder zusammen.

Also das fand ich total cool, dass mein Kind diesen Vorschlag gemacht hat und ich finde es auch eine tolle Idee. Also das wird wahrscheinlich in unserem Zeitstadt-Zeugs-Adventskalender-Ein-Tag-Füllen, dass wir sagen, wir werden zusammen den Lego-Weihnachtsbaum zusammenstecken.

Entlastung: Weniger Basteln, mehr Vorfreude

Genau. Ja, das ist etwas, was mich auf jeden Fall entstresst hat, weil ich eben nicht mehr drei Adventskalender selber bastel, sondern nur noch einen und ich dafür halt hauptsächlich nur Kärtchen brauche, in die ich Dinge reinschreibe, was wir dann machen.

Also klar muss ich das auch planen. Und wenn wir ins Weihnachtsmärchen gehen, dann muss ich natürlich auch Karten besorgen. Und das auch planen können wir an dem Tag und so weiter. Und das kostet natürlich auch Geld. Aber du hast ja gesehen bei den Sachen, die ich dir gerade vorgestellt habe. Wir spielen Gesellschaftsspiele hier zu Hause oder backen Plätzchen. Man hat es schon auch ein bisschen in der Hand, wie sehr das ausartet mit den Kosten für so einen Adventskalender.

Also ich liebe das sehr und mich hat es total entstresst. Und ich freue mich dadurch viel mehr auch auf die Zeit ab dem 1. Dezember, weil ich selber mich auch total freue, in dieser Zeit Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.

Frage an dich: Wie machst du das mit Kalender & Wichtel?

Ich bin total gespannt, wie du das handhabst bei dir mit Adventskalender, mit dem Wichtelwahnsinn. Also schreib es total gerne mal in die Kommentare, würde ich mega gerne von lesen.

Extra: Ein Adventskalender für meine Eltern – aber keiner für mich

Und eine Sache, die ja meistens dabei passiert, wenn wir selber in diesem Wahn sind, uns um alle anderen zu kümmern. Ich habe sogar in diesem Jahr noch einen Adventskalender gebastelt.

Und zwar haben mein Bruder und seine Familie und ich und meine Kinder meinen Eltern einen Adventskalender geschenkt. Meine Mutter hat immer noch Ende November Geburtstag und mein Vater kurz vor Weihnachten. Und die bekommen in diesem Jahr von uns einen Adventskalender. Das heißt, die haben ab dem 1. Dezember bis zum 24. auch jeden Tag ein Tütchen, was sie aufmachen können, wo unterschiedliche Sachen drin sind, als Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk.

Also diesen einen, das mache ich aber nicht jedes Jahr, aber das hat sich dieses Jahr angeboten für die Ideen, die wir hatten, was wir ihnen schenken wollen, das über einen Kalender ihnen zukommen zu lassen.

Aber wer in diesem ganzen Wahnsinn keinen Kalender bekommt, das bin ich. Dabei hätte ich es wahrscheinlich am allernötigsten und du wahrscheinlich auch.

Der Punkt: Was wir eigentlich brauchen

Und zwar brauchen wir keinen Adventskalender, der voll ist mit irgendwelchen Zuckerbomben, sondern wir brauchen einen Adventskalender, der voll ist mit Momenten der echten Verbundenheit mit uns selber. Mit Momenten, in denen wir unser Nervensystem resetten können, in dem wir entspannen können, in dem wir wirklich wahrhaftig runterkommen können und mal einen kurzen Moment innehalten, was ich in dieser Vorweihnachtszeit auch extrem wichtig finde.

Dieses, ja, kurz mal innehalten, kurz mal durchatmen.

Geschenk: Dein “Adventskalender für dich” als Download

Und so einen Kalender habe ich dann in diesem Jahr tatsächlich für mich gemacht. Und das ist letztendlich nur ein DIN A4 Zettel. Und den verlinke ich dir in den Shownotes. Ich schenke ihn dir. Einfach so.

Du kannst es anklicken, runterladen, du musst dich nirgendwo anmelden dafür oder irgendwas. Er ist einfach ein Geschenk von mir für dich und du darfst ihn auch total gerne weiter verschenken.

Und warum mache ich das? Weil ich finde, dass der Advent und die Vorweihnachtszeit, dass das eine tolle Zeit ist. Und diese Zeit zu genießen, gerade als allein begleitende Mutter oder vielleicht auch als Mutter, die einen Partner hat, aber sich trotzdem allein begleitend fühlt, die trotzdem alleine das meiste wuppt.

Es ist einfach eine absolute Herausforderung, diese Zeit wirklich zwischen diesem ganzen Wahnsinn, der so ansteht, auch noch zu genießen.

Und vielleicht helfen diese 24 kleinen Ideen und Impulse dir oder der Mama, der du den vielleicht weiterleiten magst, dieses Jahr ein kleines bisschen entspannter, ein kleines bisschen verbundener mit dir selbst und dadurch verbundener mit deinen Kindern durch diese magische Zeit zu kommen.

Adventsgefühl: Magie sehen – ohne Vollgas

Ich meine, ich bin jetzt 50 und ich finde diese Zeit wirklich immer noch magisch

Ja, gerade heute, es hat geschneit, die Welt ist leiser geworden
Totensonntag ist fast vorbei
Die Lichter leuchten in den Gärten, in den Fenstern
Ich liebe das, es ist so glitzerig draußen
Und es ist einfach magisch

Und ich kann das viel, viel, viel, viel mehr genießen
Wenn ich dabei nicht die ganze Zeit auf Vollgas fahre
Und du ja vielleicht auch

Einladung: Probier’s aus

Ich lade dich ein, das auszuprobieren. Also wenn du magst, lade dir den Zettel runter. Also es sind zwei Zettel, die klebst du aneinander.

Und dann kannst du jeden Tag dir einen so einen Zettel abreißen und den Impuls mitnehmen, tun, was draufsteht. Und mal schauen, ob und was das mit dir macht und mit deinen Liebsten, mit denen du gemeinsam durch diese Zeit reist.

Abschluss

Also ich wünsche dir von ganzem Herzen eine besinnliche Adventszeit. Vielleicht konntest du die ein oder andere Anregung mitnehmen. Ich freue mich von dir zu hören oder zu lesen, wenn du teilen magst, was du mitnehmen konntest oder wie du es gestaltest.

Vielleicht hast du ja auch noch einen Impuls für mich, was ich noch mit in meine nächste Adventszeit mitnehmen kann. Ich würde mich freuen, wenn wir in den Austausch gehen und wünsche dir bis dahin eine fantastische Zeit.

Alles Liebe, deine Inga. Das war Mensch-Mudi. So schön, dass du dabei warst.

# 19 – Entspannt im Advent: Wie wir mit weniger Stress und mehr Verbindung mit unseren Kindern durch den Dezember kommen

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